Dieses Thema ist gar nicht so leicht in Worte zu fassen. Fast zwei Monate habe ich recherchiert über verschiedene Glaubensrichtungen, verschiedene Gottheiten und ihre Gläubigen.
Aber eine entscheidene Frage habe ich erst bei einem gemütlichen Abend mit einer sehr guten Freundin gestellt: Woran glaube ich?
Ich habe mich also selbst vor die Frage gestellt ob und wenn ja, an was ich glaube.
Aber erst einmal zurück zu meiner Ausgangshypothese: Wir alle glaube an etwas.
Ja wirklich, wir alle glauben an irgendetwas. Wir glauben an das Gute / Böse im Menschen, wir glauben an uns selbst oder auch an andere. Doch was bedeutet Glauben? Glauben bedeutet auch Vertrauen. Wenn ich zu meinem Freund sage: "Schatz ich glaube dir!", dann bedeutet dass auch "Schatz ich vertraue dir das du mir die Wahrheit sagst!". Auch der religiös gesehene Glaube hat etwas mit Vertrauen zu tun. Gläubige Menschen vertrauen auf einen Gott / eine Göttin, darauf dass alles einen Sinn hat, dass sie gelenkt und geführt werden, dass ihnen vergeben wird.
Jetzt kommt bestimmt der Einwand "Ich bin Atheist, ich glaube an keinen Gott." Jaaaaaa, aber du glaubst, dass du nichts glaubst.
Aber trotzdem muss ich jedem Skeptiker recht geben. Mit dem Glauben an sich ist das so eine Sache. Kluge Menschen (manche nennen sie Wissenschaftler), versuchen seit geraumer Zeit den Glauben zu erforschen. Hierbei meine ich jede Art von Glauben. Sie haben festgestellt, dass das menschliche Gehirn verschiedene Botenstoffe sendet, die einem ein Gefühl von Vertrauen sendet. Spannend finde ich auch eine Studie die mir während meiner Recherche im world wide web begegnet ist: In den 80er Jahren hat ein Wissenschaftler in den USA die Lebensdauer von Mönchen und Nonnen in den Vergleich mit Atheisten gestellt. Ihm ist aufgefallen, dass die Ruhepausen, die durch das Gebet gegeben sind, in Kombination mit dem harten Arbeiten im Klostergarten zu einem längeren Leben führen. So wird gesagt, dass ein Mönch / eine Nonne im Durchschnitt 3 Jahre länger lebt. Ob es nun das entbehrliche Leben wert ist, weiß ich jedoch nicht.
Da ich nun wirklich viel über dieses Thema gelesen und auch einige mir wichtigen Menschen dazu interviewt habe, habe ich mir wie gesagt selbst die Frage nach meinem Glauben gestellt.
Ich bin kein besonders gläubiger Mensch, so viel steht fest. Ich glaube nicht an den Gott, die mir die Kirche gerne zuschreiben würde. Zu viel ist passiert und zu viele Fragen in Bezug auf Gott sind für mich offen. Aber vielleicht wache ich eines Morgens auf und denke mir: "Hello my friend, da bist du also!"
Dennoch glaube ich. Ich glaube daran, dass wir gemeinsam viel verändern können, dass ich noch viel in meinem Leben erreichen möchte, dass ich noch viele Menschen auf einen anderen Weg bringen kann.
Ich glaube daran, dass mein Job nicht nur ein Beruf, sondern für mich eine Berufung ist, dass ich noch viele glückliche und traurige Stunden auf dieser Welt bleiben werde. Also ja, ich scheine doch ein sehr gläubiger Mensch zu sein, nur nicht eben so, wie es die breite Masse gerne definiert.
Stellt euch doch auch bitte mal die Frage: "Glaube ich? An was glaube ich?" Ich kann nur sagen, dass es mich weiter gebracht hat auch in Bezug auf die Frage wer ich bin und was ich will.
In diesem Sinne,
dat "Luischen"
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