Häufig erleben wir Menschen Trennungen. Nicht nur von unseren PartnerInnen, nein eigentlich erleben wir jeden Tag Trennungen.
Es beginnt schon direkt bei unserer Geburt, wir werden durch das Durchtrennen der Nabelschnur von unserer Mutter getrennt und direkt zur ersten Untersuchung auf einen sterilen Tisch gelegt. Weiter geht es dann, wenn wir das erste Mal alleine in unserem Kinderbettchen schlafen müssen. Einige Menschen erleben die Trennung (bzw. Scheidung) ihrer Eltern mit und auch die Trennung vom Kindergarten und den damit verbundenen ErzieherInnen und der gewohnten Umgebung hinterlässt bei den meisten kleinen Kinderherzchen einen Stich.
Wir beginnen also mit unserer Trennungshistorie direkt eine Minute nach unserer Geburt und beenden diese Trennungen erst mit dem Ableben.
Merkwürdig, dass wir uns dennoch nicht gerne von etwas trennen. Natürlich sind wir Menschen Gewohnheitstiere aber wir müssten es doch gewohnt sein uns von etwas oder auch von jemanden zu trennen. Dies ist ja nicht nur auf andere Personen bezogen, sondern auch von dem lieb gewonnen Pullover oder Angewohnheiten. Liegt es vielleicht daran, dass wir Angst vor Neuem haben? Angst vor dem Unbekannten?
Oder auch, weil wir einfach zu faul geworden sind uns an neue Sachen heran zu tasten? Ich finde es schwierig für mich selbst heraus zu finden warum ich mich nicht gerne trenne. Aber ich glaube ich bin der Typ Mensch, der ganz klar wissen muss was ich habe. Schwierige Geschichte.
Aber können wir nicht vielleicht erlernen wie man sich richtig trennt? Oder ist diese Trennungsangst evetuell sogar anerzogen?
Ausnahmsweise helfen mir da auch die Suchmaschinen im world wide web mal nicht weiter. Trennungen werden dort meistens auf Partnerschaften bezogen. Aber vielleicht habt ihr ja eine interessante These. Wie seht ihr das mit den Trennungen?
Samstag, 16. November 2013
Sonntag, 10. November 2013
"Guten Freunden gibt man ein Küsschen..."
Wundersame Dinge gibt es auf der Welt und jeder Mensch geht damit ganz anders um.
Wir Menschen stammen ja angeblich von Affen ab und wie wir ja alles wissen, leben Affen in Horden, Rudeln oder wie auch immer das bei Affen heißen mag. Und auch wenn man nicht an die Evolutionstheorie glaubt, auch Adam hatte Eva. Aber egal wer an was glaubt, worauf ich hinaus will ist, wir Menschen sind nicht dazu gemacht, das gesamte Leben alleine zu bestreiten.
Nur hat es auch manchmal so seine Tücken sich im laufe der Jahrtausende weiter entwickelt zu haben- so denken wir heute nicht mehr nur in den Kategorien Fressfeind, Familie oder aber Rivale. Nein, wir haben mit unserem komplexen Denkapparat begonnen alles und jeden auf den Prüfstand zu stellen und auch noch in die entsprechenden Kategorien oder auch Schubladen zu stecken.
So sind nicht alle Menschen, die ich mag auf einmal meine Freunde. Nein, ich unterteile auch noch in ferne und gute Bekannte, Nachbarn, gute und beste Freunde und auch einfach ich mag ich oder mag ich nicht.
Aber ist das wirklich so gut oder vielleicht grade gut?
Es gibt viele verschiedene Definitionen von Freundschaft und auch jeder Mensch hat wahrscheinlich seine individuelle Beschreibung, was ein Freund für ihn ist. Aber wie soll man eine Definition festlegen, wenn alleine Google einem auf die Suchanfrage "Definition Freundschaft" 444.000 Ergebnisse anzeigt?
Was erwarte ich eigentlich von Freunden? Loyalität? Immer für mich dazu sein?
Der "Duden online" beschreibt Freundschaft wie folgt:
"...auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander
© MEV Verlag, Augsburg
© MEV Verlag, Augsburg
Wir Menschen stammen ja angeblich von Affen ab und wie wir ja alles wissen, leben Affen in Horden, Rudeln oder wie auch immer das bei Affen heißen mag. Und auch wenn man nicht an die Evolutionstheorie glaubt, auch Adam hatte Eva. Aber egal wer an was glaubt, worauf ich hinaus will ist, wir Menschen sind nicht dazu gemacht, das gesamte Leben alleine zu bestreiten.
Nur hat es auch manchmal so seine Tücken sich im laufe der Jahrtausende weiter entwickelt zu haben- so denken wir heute nicht mehr nur in den Kategorien Fressfeind, Familie oder aber Rivale. Nein, wir haben mit unserem komplexen Denkapparat begonnen alles und jeden auf den Prüfstand zu stellen und auch noch in die entsprechenden Kategorien oder auch Schubladen zu stecken.
So sind nicht alle Menschen, die ich mag auf einmal meine Freunde. Nein, ich unterteile auch noch in ferne und gute Bekannte, Nachbarn, gute und beste Freunde und auch einfach ich mag ich oder mag ich nicht.
Aber ist das wirklich so gut oder vielleicht grade gut?
Es gibt viele verschiedene Definitionen von Freundschaft und auch jeder Mensch hat wahrscheinlich seine individuelle Beschreibung, was ein Freund für ihn ist. Aber wie soll man eine Definition festlegen, wenn alleine Google einem auf die Suchanfrage "Definition Freundschaft" 444.000 Ergebnisse anzeigt?
Was erwarte ich eigentlich von Freunden? Loyalität? Immer für mich dazu sein?
Der "Duden online" beschreibt Freundschaft wie folgt:
"...auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander
© MEV Verlag, Augsburg
© MEV Verlag, Augsburg
Beispiele
- eine innige Freundschaft
- die Freundschaft zwischen den Männern zerbrach
- uns verbindet eine tiefe Freundschaft
- so weit geht die Freundschaft nicht (das kommt nicht in Betracht)
- mit jemandem Freundschaft schließen
- etwas aus Freundschaft tun
- jemandem in Freundschaft verbunden sein
- ich sage es dir in aller Freundschaft (mit Wohlwollen)"
Tja, schon schwierig. Vor Allem, wo fängt Freundschaft an? Sind Freunde die Menschen, die sich ständig bei einem melden? Ich denke nicht, für mich sind Freunde diejenigen, auf die ich mich verlassen kann, die mir ihre ehrliche Meinung sagen, auch wenn sie mir nicht passt.
Wie so häufig mag ich hier von einer mittlerweile sehr guten Freundin berichten ( ich nenne sie hier Bärbel Tillmann). Bärbel Tillmann und ich standen früher in einem dienstlichen Verhältnis und hätte mir jemand gesagt, dass wir irgendwann einmal gute Freunde werden, hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass das nie passen würde. Doch über die Jahre wurde aus diesem dienstlichen Kontext eine innigere Beziehung. Wir haben begonnen uns privat auszutauschen. Nach einer längeren "Probefreundschaft" sagte B.T. zu mir, dass sie mit fast allen ihrer Freunde verschiedene Regeln vereinbart habe. Ich war natürlich erstmal geschockt, wofür benötigt man in einer Freundschaft bitte Regeln? Sie erklärte mir, dass dies für alle Beteiligten nur zum Vorteile wäre so Dinge wie zum Beispiel Pünktlichkeit und andere Dinge die einem wichtig sind fest zu halten, damit man weiß, was man bei dem anderen machen darf und was ein absolutes NO GO ist. Und ich muss euch sagen, heute weiß ich diese Regeln sehr zu schätzen.
Doch was ist mit den ganzen anderen Menschen, mit denen man solche Regeln nicht hat? Ich für meinen Teil habe in den letzten Jahren sehr viele Menschen an mich herangelassen und gedacht sie seien Freunde. Doch ist nicht alles was glänzt auch gleich Gold. Seit letztem Jahr entscheide ich, wen ich wirklich in meinem Leben brauche. Ich habe vielen Menschen lebe wohl gesagt und versuche keine meiner Entscheidungen zu bereuen.
Schwer zu sagen wo ran ich diese Entscheidungen festgemacht habe, aber ich glaube, dass ich mehr auf mein Bauchgefühl höre und genauer hin schaue, wer mir gut tut. Wem ich vertrauen kann und wer nicht nur egoistisch an sich denkt, sondern beiden Parteien den Freiraum lässt sich zu entwickeln. Und wenn sich die Menschen weiterentwickeln verändern sie sich automatisch. Manchmal ist dann der Zeitpunkt gekommen, an dem sich die Wege trennen und so weh es auch tut, man muss Freunde auch gehen lassen und die schönen Zeiten als diese wahrnehmen sich jedoch nicht mit aller Kraft an etwas klammern, was leider nicht mehr existiert.
Mit diesen leicht melancholischen Worten und den Gedanken bei alten Freunden und verlorenen Menschen noch einen schönen Abend.
Euer "Luischen"
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